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27.11.2017 08:28
Kategorie: Landesverband Neuigkeiten

Neue Jugendreferentin im Landesverband OÖ

Frau Pamela Humer ist neue Jugendreferentin im OÖ. Landesverband. Herr Christian Süß wird als Jugendreferent-Stellvertreter auch weiterhin mit dabei sein. In folgendem Interview gibt die neue Jugendreferentin Auskunft über ihren Zugang zur Imkerei und die Ziele und Herausforderungen in der Imker-Jugendarbeit.


(v.l.n.r.) Christian Süß (Jugendreferent-Stv.) und Pamela Humer (neue Jugendreferentin im Landesverband OÖ) © ÖIZ

1) Frau Humer, bitte stellen Sie sich in 10 Sätzen kurz vor und beschreiben Sie Ihren Zugang zur Imkerei.

Ich bin aufgewachsen im schönen St. Agatha im Bezirk Grieskirchen, wo ich nun auch wieder lebe. Seit Kindheit an verbringe ich gerne Zeit in der Natur und liebe die österreichischen Landschaften und ihre Menschen.
Meine ersten Kontakte mit Tieren verdanke ich meiner Großmutter. Auf ihrem Hof hatte ich die Möglichkeit die unterschiedlichsten Tiere zu betreuen. Nach meiner Ausbildung im Verkauf, nach absolvierter Matura und einigen Jahren im Außendienst begann ich in meiner Freizeit mit der Tierfotografie, hier im speziellen mit der Fotografie von Insekten.  
Von da an war die Faszination für Bienen nur eine Frage der Zeit. Da in meiner Familie keine Imker waren suchte ich den Kontakt zum ortsansässigen Verein. Dort wurde ich gleich sehr gut aufgenommen und darf nun seit ein paar Jahren meine eigenen Bienenvölker betreuen.
Da in unserem Verein die Jugendarbeit sehr groß geschrieben wird, begann ich schon bald die Schulungen in diesem Bereich zu unterstützen. Die Freude und der Eifer mit dem die Jugendlichen ihr Wissen über die Imkerei erweitern sind Ansporn und Motivation für mich in der Jugendarbeit tätig zu sein.

2) Was begeistert Sie besonders an der Jugendarbeit und Nachwuchsarbeit und welche Ziele haben Sie sich gesteckt als neue Jugendreferentin im Landesverband OÖ?    

Wenn ich sehe mit welcher Begeisterung die Nachwuchsimker an die Arbeit gehen, wie wissbegierig viele von ihnen sind und mit welcher Freude sie es machen, ist das für mich genug Motivation. Wenn mir dann noch ein Mutter erzählt, wie sich ihr Kind vom Taschengeld immer etwas zur Seite legt, um für seine Bienen etwas zu kaufen, dann weiß ich, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Darüber hinaus gibt es natürlich viel was man den jungen Menschen mitgeben will, sei es in Sachen Umweltschutz, nachhaltiger Umgang mit der Natur oder um ihnen einfach den Bezug zu Natur und Tierwelt wieder näher zu bringen.
Mein Ziel ist es möglichst viele Imker davon zu überzeugen, dass Jugendarbeit eine ganz tolle Sache ist, die nicht nur Spaß macht, sondern unsere Imkerei auch langfristig absichert, den wir alle wissen, dass es in der heutigen Zeit von Varroa, Glyphosat und Co, ohne Imker bald keine Bienen mehr geben wird.
Da ich die Aufgabe der Jugendreferentin im Landesverband OÖ von Herrn Christian Süß übernehmen darf und dieser mir als Stellvertreter auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite steht, bin ich davon überzeugt, dass wir diese Arbeit und Begeisterung gemeinsam in viele Vereine tragen können und so unseren Bienen langfristig einen guten Dienst erweisen werden.

3) Wie kann man junge Menschen in der heutigen Medienwelt für die Imkerei begeistern?

Wenn in den Vereinen Akzente gesetzt werden, die speziell auf junge Menschen zugeschnitten sind, werden sich auch schnell einige Jugendliche finden die mit Eifer bei der Sache sind. Für die Jungimker ist es sehr wichtig zu sehen, dass sie nicht alleine sind mit ihrer Begeisterung für die Imkerei.  
Ich denke wenn man einen Weg aufzeigt, der die Imkerei mit modernen Medien verknüpft und den Imkern Möglichkeiten eröffnet, die auch die Digitale Welt mit einbeziehen, dann kann daraus ein echter Mehrwert entstehen. Ich denke hier an Medien-Foren, die von den Jugendlichen sicher noch mehr genutzt werden als von „alten Hasen“ in der Imkerei. Ich denke die Möglichkeiten sind hier ziemlich vielfältig.
Durch den jährlich stattfindenden österreichischen Jugendwettbewerb bietet es sich auch an, die Jungimker mit Gleichgesinnten zusammenzubringen und sie dadurch bei den doch sehr anspruchsvollen Themenbereichen der Imkerei weiter zu motivieren.

4) Wie lauten Ihrer Meinung nach die Zukunftsthemen der OÖ. Imkerei?

Ich denke die Jugendarbeit wird in den nächsten Jahren ein zentrales Thema werden, mit dem wir uns alle noch intensiver beschäftigen müssen. Und natürlich werden uns die klassischen Themen wie Insektizide und Varroa-Bekämpfung auch weiterhin begleiten.

5) Wie möchten Sie Ihre Anliegen als Jugendreferentin an die Jugendlichen herantragen?
Welche konkreten Themen, Projekte, Veranstaltungen sind geplant?


Ich werde versuchen das Thema Jugend und Imkerei einer breiteren Öffentlichkeit näher zu bringen, sei es mit lokalen Veranstaltungen oder intensiverer Berichterstattung in den regionalen und überregionalen Medien. Auch die Leistungen die unsere Jungimker in dem bereits erwähnten Wettbewerb leisten sind erstaunlich und sollten meiner Meinung nach weiter verbreitet werden.
Konkret wird es auch 2018 wieder einen österreichweiten Jugendwettbewerb geben. Ich würde mir wünschen, dass es auch dann wieder eine oberösterreichische Vorausscheidung geben wird, in der die besten Drei ermittelt werden, die dann zum Bundesbewerb fahren dürfen. Des Weitern ist geplant beim Imkereitag in Linz, im Juni 2018, die Jugendarbeit vorzustellen und natürlich möglichst viele für dieses wunderbare Thema zu begeistern. Es freut mich diese schöne, herausfordernde Aufgabe übernehmen zu dürfen und hoffe ich kann schon in naher Zukunft über unsere ersten Erfolge berichten.               


Pamela Humer