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11.09.2019 16:59
Kategorie: Landesverband Neuigkeiten

Lokalaugenschein: "Honig im Test"

Am 30. August 2019 war Umwelt- und KonsumentInnenlandesrat Rudi Anschober zum Thema "Honig im Test" zu Gast im Labor des OÖ. Landesverbandes für Bienenzucht. Zum Thema "Was unterscheidet Honige aus China, Mexiko und Argentinien von einem oberösterreichischen Qualitätshonig? Wie erkennen KonsumentInnen Billig-Import im Regal?" wurden Pressevertreter aus OÖ eingeladen. 


Auszug aus der Presseinfo:

Honigimport – das Geschäft mit dem flüssigen Gold

Laut Eurostat wurden im letzten Jahr 208.000 Tonnen Honig in die EU-Länder importiert. Davon stammten 80.000 Tonnen des Honigs aus China. Österreich importierte im Jahr 2018 rund 8.000 Tonnen Honig wovon lediglich 69 Tonnen aus China kamen. Ein wesentlich größerer Anteil mit 2.700 Tonnen stammte aus Südamerika (Argentinien, Chile). Laut Statistik Austria lag der Eigenversorgungsgrad für Österreich im Jahr 2018 bei 45 Prozent – produziert wurden 4.600 Tonnen. Stellt man die Exporte heimischen Honigs von knapp 2.500 Tonnen den Einfuhren gegenüber, ergibt sich ein realer Anteil heimischen Honigs am österreichischen Markt (inkl. Honig in der Lebensmittelverarbeitung) von rund einem Fünftel.

 

Worin ist der Wert des Honigs begründet?

Naturreiner Honig besteht überwiegend aus den wertvollen Einfachzuckern Frucht- und Traubenzucker. Neben den Zuckern finden sich weitere wertbestimmende Bestandteile wie verschiedene Enzyme, Mineralstoffe, Vitamine und Säuren. Honig aus unserer Heimat, den Regionen und Landschaften Oberösterreichs, ist nicht nur purer Genuss, er unterstützt mit vielen Wirkmechanismen auch Körper und Geist. Naturbelassener Honig bedeutet nicht nur vielfältigen Genuss, er findet auch Einsatz als Haus- und Heilmittel. Honig bringt Energie, regt die Verdauung an und unterstützt durch die keimtötenden Eigenschaften kosmetische und medizinische Anwendungen. Es ist daher unumgänglich einwandfreien Honig zu gewinnen und zu vermeiden, dass er während der Be- und Verarbeitung Schaden nimmt. In einer Welt fast ohne Grenzen ist es nicht einfach, die Herkunft und die Qualität von Honig nachzuvollziehen.

 

Wie können KonsumentInnen Qualität erkennen?

1. „Fahr nicht fort – kauf im Ort“ – je kürzer der Weg des Honigs vom Bienenvolk bis zum Frühstückstisch, desto geringer ist die Gefahr, dass Honig wertgemindert wird. Lange Transportwege vergeuden nicht nur Energie, es besteht auch die Gefahr einer Wertminderung, durch übermäßige Wärme- oder Lichteinwirkung.

2. Honigkauf direkt beim Imker, ermöglicht den Einblick bis zum Bienenvolk.

3. Jeder naturbelassene Honig wird früher oder später kristallisieren und eine feste Konsistenz bekommen.

4. Bei Honig muss rechtlich das Ursprungsland am Etikett angegeben werden, so trägt österreichischer Honig als Ursprungsland „Österreich“. Bei einer Angabe „Honig aus EU“ oder „ Honig aus EU- und Nicht-EU“ handelt es sich nicht mehr um reinen österreichischen Honig.

5. Mit dem „Honigland OÖ – Qualitätssiegel“ geben wir den KonsumentInnen die Garantie auf Honig direkt vom Imker und auf Spitzenqualität aus der Heimat. 

 

Die vollständigen Presseunterlagen erhalten Sie im Büro Landesrat Rudi Anschober bei Herrn Adrian Hinterreiter, 0664/ 600 72 12083.