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13.06.2017 10:28
Kategorie: Landesverband Neuigkeiten

Aktuelles zum VIS sowie zum Kleinen Bienenstockkäfer

Am 2. Juni 2017 fand im Bundesministerium für Gesundheit in Wien eine Besprechung zum Thema VIS statt. Bei der Gelegenheit wurde auch eindringlich vor illegalen Bienenkäufen aus Italien gewarnt. Hier der Bericht dazu.


Bei dem Treffen wurde neuerlich auf die Notwendigkeit der Meldung der Bienenvölker hingewiesen: vom Beamten des Ministeriums wurde deutlich gemacht, dass die Zahl der gemeldeten Völker mit Stichtag Oktober 2017 die Basis für die Höhe der EU-Gelder sein wird!

Derzeit sind österreichweit nur ca. 205.000 Bienenvölker ans VIS gemeldet – bisher wurden ca. 350.000 Bienenvölker nach Brüssel gemeldet. Wenn die Meldezahl nicht deutlich steigt, dann wird in Hinkunft wesentlich weniger Geld aus Brüssel ins Imkerprogramm in Österreich fließen!

Die beiliegende Tabelle zeigt den bisherigen Meldestatus (in %) in den einzelnen Bundesländern - auch bezirksweise.

Der Bienenstand per Ende April ist bis Ende Juni zu melden, die nächste Auswertung folgt dann Mitte Juli. Diese soll auch den Landesverbänden zur Verfügung gestellt werden.

 

Zur Faulbrut:

Eine intensive Zusammenarbeit zum Thema Faulbrut wird jedenfalls angestrebt. Herr Potucek von der Statistik Austria hat berichtet, dass mindestens 18 Amtstierärzte mit ihm bzgl. Faulbrutgebiete Kontakt hatten. Des Weiteren soll im Laufe des Jahres auch ein Modus eingebaut werden, mit Hilfe dessen bei Aufruf eines Standortes ein Hinweis auf "Faulbrutsperrgebiet" kommt, falls aktuell. Dies ist insbesondere auch für Wanderstände interessant.

 

Apropos Wanderstände:

Wanderstände sind ebenso als Bienenstände zu melden, egal ob sie nun den Großteil des Jahres genützt werden oder nicht! Dafür muss bei konkreter Wanderung keine extra Meldung ans VIS gemacht werden.

 

Warnung vor illegalem Handel mit Bienenvölkern aus Italien

Der Anlass: Es gibt eine Meldung aus Tirol über einen Autobahnhändler, der auf Raststätten Bienenstöcke verkauft hat. Es gab eine Anzeige im Internet (Biene aktuell), hier wurden Gesundheitszertifikate angekündigt. Bei der Übergabe war aber kein Zeugnis vorhanden oder allenfalls nicht leserliche Papiere.

Eine Warnung vor illegalem Handel - insbesondere im Hinblick auf die wegen des Kleinen Bienenstockkäfers gesperrten Gebiete in Italien – wurde ausgesprochen. Das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen hat die zuständige zentrale Veterinärbehörde in Deutschland, die Veterinärdirektionen und Amtstierärztinnen und Amtstierärzte in Österreich sowie die AGES/Dr. Moosbeckhofer und die Gesundheitsreferenten der Landesimkerverbände schriftlich über den von Tirol ausgesprochenen Verdacht des Handels mit Bienen aus Italien informiert. Darin wurde u.a. hingewiesen, nur Bienen mit amtstierärztlichem Gesundheitszeugnis zu kaufen, wo die zuständige italienische Veterinärbehörde die Verbringung aus nachweislich kleinem-Bienenstockkäfer-freien Gebieten bestätigt.

Außerdem gibt es auf der Homepage des BMGF eine Information über Schutz- und Sperrmaßnahmen im innergemeinschaftlichen Handel, wo in der Tabelle, derzeit Stand 18.04.2017 (wird laufend aktualisiert) unter Italien die jeweils aktuelle Bestimmung der Europäischen Kommission zum kleinen Bienenstockkäfer angeklickt werden kann.

R. Mayr

>> Zur Information über Schutz- und Sperrmaßnahmen auf der Homepage des BMGF